Die Farbvererbung beim Hovawart:
Ich habe versucht, hinter die Farbvererbung beim Hovawart zu steigen und möchte meine interessierten Leser gerne daran teilhaben lassen :)
Die drei erlaubten Farbschläge des Hovawart sind: schwarz, blond und schwarzmarken.
Es gibt dominante Gene, die mit Großbuchstaben bezeichnet werden, das sind in unserem Fall: S = schwarz und E = einfarbig.
Es gibt rezessive Gene, d.h. nicht dominante, die mit Kleinbuchstaben bezeichnet werden, das sind in unserem Fall: b = blond und m = Markenzeichnung.
Dominante Gene sind wie ihr Name schon sagt, dominant, rezessive Gene, können nur in Erscheinung treten, wenn kein dominantes Gen für diese Ausprägung, also für die Farbe oder die Marken, in dem entsprechenden Tier vorhanden ist. Ist ein Tier für eine Ausprägung mischerbig, tritt das rezessive Gen nicht in Erscheinung, es kann aber an die Nachkommen weitergegeben werden.
Welche Gene von Vater und Mutter weitergegeben werden, unterliegen dem Zufall. Daher können Welpen eines Wurfes unterschiedliche Gen-Kombinationen aufweisen und damit auch verschiedene Ausprägungen in Farbe und Marken.
Für ein Merkmal stehen immer 2 Buchstaben, je eins vom Vater und eins von der Mutter.
Die größte genetische Vielfalt an Welpen erhält man, wenn man zwei in beiden Merkmalen mischerbige Elterntiere nimmt, also zwei schwarze Hovawarte, die Sb (schwarz dominiert über blond) und Em (einfarbig dominiert über Markenzeichnung) aufweisen.
Ob ein schwarzer Hund reinerbig oder mischerbig schwarz ist, kann über eine Verpaarung mit einem blonden Hund relativ sicher erkannt werden, ist er mischerbig, besteht eine verhältnismäßig große Chance, dass auch blonde Welpen dabei herauskommen, ist er reinerbig schwarz, ist das nicht möglich, da blond ja rezessiv ist und von beiden Elternteilen weitergegeben werden muss, damit es in Erscheinung treten kann.
Genauso verhält es sich mit der Markenzeichnung, die muss auch von beiden Eltern weitergegeben werden, damit sie in Erscheinung treten kann. Dafür nimmt man dann aber einen schwarzmarkenen Partner, da die Markenausprägung beim blonden Hund nicht sichtbar sind.
Hat man die Sicherheit, dass beide Elterntiere in einer Ausprägung mischerbig sind, kann man – statistisch – mit einer Häufigkeit von 75% dominant (also Schwarz und/oder Einfarbig) und 25% (blond und/oder mit Marken) rechnen.
Alle genetischen Möglichkeiten, die aus einer Verpaarung entstehen können, werden in den Unterkapiteln erläutert.
Blond x Blond Verpaarungen sind nur mit Ausnahme-Genehmigung möglich, bringen ausschließlich blonde Nachkommen hervor und werden daher nicht weiter betrachtet!