Homöopathie bei Hunden    

Wie man sie richtig anwendet:

 

Darreichungsformen:

1. Globuli
2. Tabletten
3. Dilutionen
4. Injektionslösungen

Nr. 3 und 4 können wir hier vernachlässigen, da Dilutionen Alkohol enthalten und darum nicht beim Hund zum Einsatz kommen sollten und die Injektionslösungen vermutlich eh nicht von Laien angewendet werden.

Bei der Verabreichung von Tabletten und Globuli ist folgendes zu beachten: 

Diese homöopathischen Mittel werden über die (Mund-)Schleimhäute resorbiert, was bedeutet, dass sie so lang wie möglich in der Mundhöhle verweilen sollten.

Sie sollten niemals zusammen mit Nahrung (z. B. Verpacken der Tablette in Leberwurst und Abschlucken - dabei ist die Wirkung gleich Null) gegeben werden. 

Ein Mindestabstand von 10-15 Minuten vor und nach der Eingabe zu einer Mahlzeit (auch Leckerchen) ist einzuhalten.

Zu 1. Globuli:
Die Globuli gibt man am besten in die Lefze - einfach etwas abziehen, Globuli rein - dort werden sie nicht so schnell abgeschluckt und lösen sich langsam auf.
Darauf achten, dass man selbst keine feuchten Hände hat, wenn man die Globuli anfasst.

Eine weitere Möglichkeit ist das Auflösen der Globuli in Wasser - dabei ist zu beachten, dass man zum Umrühren nur einen Kunststofflöffel benutzen darf (kein Metall!). Die Flüssigkeit lässt sich dann gut mit einer Spritze aufziehen und kann so in den Mund gegeben werden.
Diese Methode empfiehlt sich besonders, wenn man eine möglichst schnelle Wirkung erzielen möchte, z. B.
während der Geburt oder auch bei Insektenstichen. Bei diesen und ähnlichen Indikationen ist es oft ratsam die Eingabe in kurzen Abständen zu wiederholen, was mit der Spritze recht praktisch ist.

Zu 2. Tabletten:
Die Tabletten sollen nicht geschluckt werden. Normalerweise sollten sie sich langsam im Mund auflösen, was beim Hund ja nicht möglich ist...daher muss man 
Tabletten immer klein mörsern und dann das Pulver in den Mund geben. (In Apotheken bekommt man sehr preiswerte Kunststoffmörser, damit hat man die Tablette mit einem Handgriff pulverisiert).

Dosierung:
Die Dosierung homöopathischer Mittel wird nicht über die Anzahl von Tabletten oder Globuli pro Einzelgabe gesteuert...ob man 1 Globulum oder 20 Globuli pro Gabe dosiert, ändert gar nichts an der Wirkung.
Die Frequenz der Eingabe und auch vorher schon die Wahl der Potenz ist hierbei maßgeblich.

Je nach Indikation und Potenz kann die Eingabehäufigkeit stark variieren (von Minutenabständen über einmal tägl., bis zu Einmalgaben, die gar nicht oder nur in großen Monatsabständen wiederholt werden müssen.).

Quelle: Hovawart-Portal